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Kinder und Jugendliche kommen zur Beratung/Balance weil "Blockaden" sie hindern ihr volles Potential auszuschöpfen. "Blockaden" entstehen auf Grund von Stress und führen zu blinden Flecken in der Wahrnehmung. Der Gedanke kann sich nicht mehr frei in den drei Dimensionen des Denkens bewegen, was eine ausgeglichene Funktion zwischen beiden Gehirnhälften beendet oder Abschaltungen in anderen Gehirnbereichen zur Folge haben kann. Die Zusammenarbeit der Sinne kann dann beeinträchtigt sein, die Kinder fallen seelisch oder körperlich aus dem Gleichgewicht und entwickeln so genannte Verhaltensauffälligkeiten. Diese "Blockaden" sind keine Störungen, sondern zunächst einmal neurologische Vorgänge, die die Funktion haben, vor Stress und Überforderung zu schützen. Themen, die "blockierte" Kinder belasten, sind Auffälligkeiten wie
- emotionale Unausgeglichenheit, Aggressivität, Hyperaktivität (ADS, ADHS)
- Ängste, Trennungs- und Ablöseprobleme
- Ungeschicklichkeit
- Bettnässen
- Sprachprobleme
- Plötzlicher Leistungsabfall oder Ängste vor Anforderungen und Versagen
- Konzentrationsschwäche
Beratungsstellen und diagnostische Verfahren zielen darauf ab, Defizite zu benennen und zu beseitigen. Im Selbstvertrauen der betroffenen Kinder hinterläßt das oft eine tiefe Furche, Glaubenssätze wie "ich bin dumm" oder "etwas stimmt nicht mit mir" graben sich in das Selbstbild und können die Motivation zur positiven Veränderung noch mehr beeinträchtigen.
Die kinesiologische Arbeit an stärkenden Ressourcen kann dem entgegenwirken und nahezu jede Therapie (Ergotherapie, Logopädie, Kieferorthopädie ...) sinnvoll unterstützen.
Auffälligkeiten oder so genannte Lernschwächen sind in den meisten Fällen keine organischen Defekte, sondern werden ausgelöst durch Schulstress oder andere Stressoren, die den bisherigen Lebensweg beeinflusst haben. Um solche Muster genau zu identifizieren und aufzulösen, stehen Stressreduktionstechniken und Energiebalancen zur Verfügung. Über die verbale Antwort hinaus unterstützt dabei der "Muskeltest", der als körpereigenes Rückmeldesystem verstanden werden kann, der Zugang zum gesamten Wissen unseres Gehirns. Die Resultate einer solchen Balance sind für die Kinder schnell fühlbar, und die Eigenmotivation wird angeregt. So sind meist schon drei Balancen ausreichend um eine festgefahrene Situation auf einen guten Weg zu bringen. Am Ende einer Balance bekommen die Kinder speziell für sie ausgetestete Übungen mit nach Hause. Diese einfachen "Hausaufgaben" unterstützen das, was in der Einzelstunde erarbeitet wurde. Da in der Balance nicht "repariert" wird, sondern lediglich blockierte Bahnen befreit werden und Motivation und Eigenverantwortung ansteigen sollen, sind die Übungen ein wichtiger Bestandteil der Balance.
Buchempfehlung:
Marion Hoffmann, Muckis und Köpfchen - Kinesiologische Tipps für gestresste Kids, Oesch Vlg. ISBN 978-3-0350-3033-4
Das Gleichgewicht im System Familie. Unter der Voraussetzung, dass jeder Mensch neben seinen individuellen Anlagen und Fähigkeiten auch Repräsentant seines Familiensystems ist, ist es oft hilfreich besondere Ereignisse in der Familiengeschichte einzubeziehen. Oftmals spiegeln Kinder ein Verhalten, das mit den Eltern selbst und deren blinden Flecken zu tun hat. Hier können unter Umständen auch Familienaufstellungen dabei helfen, die ganze Familie aus generationsübergreifenden Mustern zu befreien.
Buchempfehlung:
Ingrid Dykstra. Wenn Kinder Schicksal tragen (Kindliches Verhalten aus systemischer Sicht verstehen)
Thomas Schäfer, Wenn Liebe allein den Kindern nicht hilft (Heilende Wege in Bert Hellinger Psychotherapie)
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